Als ich die Schreinerlehre im Ausbildungsbetrieb Ress Möbelwerkstätten (damals 20 Mitarbeiter) antrat, war ich 18 Jahre. Obwohl wir im gehobenen Möbel- und Innenausbau tätig waren, nahm der Bereich Design und Gestaltung innerhalb der betrieblichen wie berufsschulischen Ausbildung so gut wie keinen Raum ein. Gestaltung war erst in der Planung des Gesellenstücks gefordert. Mit der Entwurfsbetreuung durch den damaligen Innenarchitekten keimte der Entschluss, auch die "andere Seite" kennenzulernen und Möbeldesign zu studieren. Die Lehrzeit sollte sich dafür als hervorragende und solide Vorraussetzung erweisen, weil damit alle konstruktiven und handwerklichen Grundlagen geschaffen waren.